Dörrobst – Die gesunde Knabberei

Geschrieben von Nicole Gajetzki am . Veröffentlicht in Ernährung

Heute einmal ein Gastbeitrag von Nicole Gajetzki. Sie ist für Green Power Chiemgau in der Redaktion tätig wobei ihr Schwerpunkt auf gesunder Ernährung, veganer Lebensstil und Raw Food liegt. Heute berichtet sie uns ein wenig über Dörrobst als gesunde Knabberei, welche man schnell und einfach selbst herstellen kann.

Dörrobst - Gesunde Knabberei einfach selbst gemacht

Dörrobst liegt voll im Trend. Die getrockneten Früchtchen schmecken pur oder als Zutat zum Müsli. Vor allem aktive Menschen schwören auf die gesunde Zwischenmahlzeit, schließlich lässt sich Dörrobst einfach transportieren, ist lange haltbar und wird nicht so schnell matschig wie sein frisches Pendant. Trotzdem enthält Dörrobst immer noch einen Großteil der Nährstoffe, die im frischen Obst enthalten sind. Kein Wunder also, dass der gesunde Snack mitunter Schokolade, Chips & Co. den Rang abläuft.

Was macht Dörrobst so gesund?

Klar, ganz ohne Nährstoffverlust geht es auch beim Dörrobst nicht. Vor allem Vitamin C geht beim schonenden Trocknen im Dörrautomaten trotzdem zu einem Teil verloren, denn der Nährstoff ist sehr licht- und hitzeempfindlich. Viele andere Vitamine, vor allem Kalium und Phosphor, bleiben jedoch auch nach dem Dörren erhalten. Durch das Dörren verliert das Obst einen Großteil seiner Flüssigkeit, der natürliche Fruchtzucker bleibt jedoch erhalten. Dadurch schmeckt Dörrobst besonders süß, enthält aber keinen Kristallzucker. Neben Vitaminen und Mineralstoffen ist Dörrobst ein hervorragender Lieferant für sekundäre Pflanzenstoffe. Der hohe Ballaststoffgehalt bringt darüber hinaus den Darm in Schwung. Aufgrund der hohen Fruchtzuckerdichte sollte man dennoch nicht zu viel auf einmal naschen. Im Übermaß kann Dörrobst nämlich Blähungen verursachen und abführend wirken. 

Dörrobst – kalorienarmer Snack 

Dörrobst ersetzt kein frisches Obst, stellt aber eine schmackhafte und gesunde Alternative zu Schokolade, Chips und mehr dar. Der Obstsnack enthält jede Menge Nährstoffe, natürlichen Fruchtzucker und kein Fett. Dadurch ist Dörrobst sehr kalorienarm und der ideale Begleiter für Freizeit und Beruf. Menschen mit Nierenkrankheiten sollten Trockenobst aufgrund des hohen Kaliumanteils jedoch mit Vorsicht genießen und auch Betroffene von Fruktoseintoleranz vertragen Dörrobst aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts meist nicht. Gekauftes Dörrobst wird meist mit Schwefeldioxid oder einem anderen Konservierungsmittel behandelt, was vor allem für Asthmatiker und Allergiker problematisch sein kann. Alternativ kannst Du Dörrobst aber auf ganz natürliche und unkomplizierte Weise mit dem Dörrautomaten selbst herstellen.

Dörrobst selber machen – so geht's

Früher wurde Dörrobst auf zugigen Dachböden oder dem Kachelofen getrocknet. Der Prozess war langwierig und man musste das Trockenobst regelmäßig auf Ungeziefer untersuchen. Heute ist das Herstellen von Dörrobst wesentlich unkomplizierter. Wer den gesunden Snack in Rohkostqualität auf ganz natürliche Weise genießen möchte, arbeitet am besten mit einem Dörrautomaten. Die modernen Geräte sind nicht nur energieeffizienter als ein Backofen, sondern ermöglichen auch volle Kontrolle über den Dörrprozess und niedrige Temperaturen, damit nicht so viele Nährstoffe verloren gehen. Außerdem fällt das Wenden des Obstes weg. Der Dörrautomat wird einfach voreingestellt und das Dörren wird zum Kinderspiel. Lediglich das Obst, wahlweise geht auch Gemüse, muss noch vorbereitet werden. 

Apfelchips, Ananasringe & Co. selber machen

Grundsätzlich können alle Obstsorten gedörrt werden, bei sehr wasserhaltigem Obst dauert der Dörrprozess entsprechend länger. Für den Einstieg empfehlen sich die Klassiker: Apfel, Birne, Ananas, Banane, Mango und Orange, die nach dem Entfernen des Kerns in Scheiben geschnitten werden. Dabei bleibt es Dir überlassen, ob Du Apfel- und Birnenchips mit oder ohne Schale genießen möchtest. Bei den anderen Obstsorten muss die Schale freilich entfernt werden. Je dünner die Scheiben geschnitten werden, desto schneller einerseits der Dörrvorgang und desto knuspriger andererseits das Ergebnis. Wenn Du also lieber Apfelchips statt Apfelringen haben möchtest, sollten die Scheiben maximal 1,5cm  dick sein. Die fertig geschnittenen Scheiben werden dann auf dem Gitter im Dörrautomaten so verteilt, dass sie nicht überlappen. Dann wird die Temperatur bzw. das Programm am Dörrautomaten eingestellt. Für Dörrfrüchte in Rohkostqualität liegt die Temperatur im Optimalfall nicht über 38°C. Der Dörrvorgang dauert zwischen 6 und 12 Stunden, je nachdem welches Obst verwendet wurde und wie dick die Scheiben geschnitten sind. 

Tipp: Gemüsechips als knuspriger Snack

Eine leckere und gleichzeitig gesunde Knabberei sind auch Chips aus verschiedenen Gemüsesorten. Neben dem Klassiker aus Kartoffeln bieten sich zum Beispiel Zucchini, Butternusskürbis und Süßkartoffel als spannende Abwechslung an. Wie beim Obst wird gegebenenfalls das Kerngehäuse entfernt. Bei Kartoffeln, Kürbis und Süßkartoffeln muss zudem die Schale entfernt werden. Danach wird das Gemüse in hauchdünne Scheiben geschnitten, nach Belieben mit Gewürzen verfeinert und wie das fruchtige Pendant anschließend im Dörrautomaten auf den Einschüben verteilt. Nach einigen Stunden können die Gemüsechips bereits geknabbert werden. 

Dörrobst richtig lagern

Wer nicht alle Chips auf einmal verputzen möchte, lagert sie in einem luftdichten Gefäß. Schraubgläser bieten sich beispielsweise dafür an. Du solltest in jedem Fall darauf achten, dass die gedörrten Früchte bzw. die Gemüsechips auch innen komplett trocken sind, sonst kann sich sehr leicht Schimmel bilden. Am besten brichst Du das Dörrgut nach Abschluss des Dörrvorgangs einmal durch, um zu prüfen, ob das Dörrobst oder die Gemüsechips bereits fertig sind.

 

 

 

 

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